Aufgabe 1 - Draht biegen

Der Umgang mit Instrumenten und Materialien ist ein wichtiger Bestandteil des zahnmedizinischen Alltags. Dazu gehört das Biegen von Draht zum Beispiel zum Aktivieren von Klammern, aber auch das Gestalten von Formen direkt am Patienten.

 

Bearbeitungszeit

30 Minuten

Hilfsmittel

Für die Übung „Matterhorn biegen“ besorgen Sie sich aus dem Baumarkt ein Zangenset (maximale Zangenlänge 14cm) mit einer Flachzange, einer Rundzange und einem Seitenschneider oder Frontschneider (Beispielangebot siehe Abbildung für CHF 19.90) und Eisendraht (verzinkt) mit einem Durchmesser von 1mm.

- 1 Flachspitzzange fürs Biegen von Ecken

- 1 Rundzange fürs Biegen von Rundungen

- 1 Seiten- oder Frontschneider

- 1 Bleistift oder feiner Filzstift zum Markieren der Biegestellen

- 2 DIN-A4 Blätter mit ausgedruckter Vorlage

- 1 Stahldraht (verzinkt), mind. 35 cm lang, 1.0 mm im Durchmesser

 

Vorgehen 

Schneiden Sie sich mit dem Seiten- oder Frontschneider ein 35cm langes Stück des verzinkten Eisendrahtes (Durchmesser 1.0mm) zurecht (Abbildungen a und b).

 Legen Sie den Draht auf die Vorlage. Biegen Sie als erstes den Ring auf der linken Seite der Figur mit der Hohlkehlzange (Abbildungen c und d). Dieser Ring dient der Fixation des Drahtes (mit dem Zeigefinger der linken Hand – bei Rechtshändern) auf der Vorlage und wird nicht mit in die Bewertung einbezogen. 

Fixieren Sie nun den Draht über den linken Ring auf der Vorlage (Abbildung e) und zeichnen Sie die Position des ersten zu biegenden Winkels mit dem Bleistift oder dem Filzstift auf dem Draht ein (Abbildungen f und g)

Verwenden Sie zum Biegen von Rundungen die Hohlkehlzange, zum Biegen von Winkeln die Flachspitzzange. Setzen sie nun die Flachspitzzange ca. eine Drahtdicke VOR der Markierung an damit sich die Spitze des Winkels nach der Biegung am richtigen Ort befindet (Abbildungen h-j).

Je näher an der Zange der Druck angebracht wird, desto kantiger wird die Biegung, je weiter weg der Druck von der Zange ist, desto runder wird die Biegung (Abbildungen k und l). 

Satte, kantige Biegung, Druck nahe an Zange

Runde Biegung, Druck entsprechend weiter entfernt von Zange

Nach jeder Biegung wird der Draht wieder zurück auf die Vorlage aufgelegt, die gebogene Form überprüft und gegebenenfalls korrigiert (Abbildung m). Anschliessend wird die nächste Biegestelle markiert und gebogen (Abbildungen m-r). 

 


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